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Anfang Mai wanderte ein Braunbär aus Slowenien auf Reviersuche nach Kärnten ein. Die Sonne schien, er freute sich des Lebens und fraß gelegentlich ein Schaf. Das tun Bären so, denn es entspricht ihrer Natur.

Als er das zweite Schaf gefressen hatte, wurde er von Menschen, die im Jahresschnitt in deutschen Ländern 65 Kg Fleisch verzehren - was überhaupt nicht ihrer Natur entspricht - flugs zum ‚Problembär‘ stilisiert. Von so einer vereinfachenden Verunglimpfung ist es nicht mehr weit, bis ein Jäger auf den Gedanken kommt, durch einen Schuss das sogenannte Problem zu lösen. Und wieder wäre die Welt ein wenig ärmer.

 



Katharina Kleinrath

Katharina Kleinrath

Katharina Kleinrath lebt in Wien und hat Religionswissenschaften mit Schwerpunkt Indologie an der Universität Wien absolviert und mehrere Jahre Seminare zu den Weltreligionen, zu Achtsamkeitsmeditation sowie den Masterlehrgang „Spirituelle Begleitung in der globalisierten Gesellschaft“ an der D...
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