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Warum nicht ich? Diese Frage traf mich in der letzten Woche wie aus heiterem Himmel. Die meisten Einsichten habe ich draußen, unter freiem Himmel, oder beim Einkaufen.

Sie kennen bestimmt auch Pema Chödrön, und wenn nicht sie, diese großartige Dharma-Lehrerin, dann haben Sie vielleicht schon von Lojong-Training gehört. Einer der sogenannten Slogans, mit denen wir arbeiten können, hat die im Titel gestellt Frage: Warum NICHT ich. Es geht um eine gute Freundin von mir, die plötzlich und unerwartet (wie eigentlich immer) eine Krebsdiagnose bekam. Innerhalb extrem kurzer Zeit, was ja für unser Gesundheitssystem spricht, wurde sie mehrfach und eingehend untersucht, ihr wurde eine Hormontherapie verordnet, und ein Operationstermin wurde vereinbart. Inzwischen liegt das alles, alle Angst, alle postoperativen Beschwerden und Ängste, die sich anschließende Strahlentherapie, hinter ihr. Und hinter uns, die wir die Freundin begleiten, besuchen, anrufen, ihr schreiben konnten.

Alle diese einschneidenden lebensrettenden bzw. lebenserhaltenden Maßnahmen liegen hinter ihr, und jetzt fragt sie sich: Warum ich? Wenn wir genau hinhören oder hinschauen, dann erkennen wir, dass diese Frage typisch ist für uns als Menschen. Offenbar in Tibet, den USA, in Afrika und in Bonn. Wir verstehen es einfach nicht. Hätte es jemand anderen getroffen, hätten wir es auch nicht verstanden, aber wir hätten uns damit nicht so herumplagen müssen. Mit dem Sinn des Ganzen. Warum musste oder muss ich das erleben, und warum jetzt? Zahlen nützen uns gar nichts. Ebenso bringt die Frage, die jeder und jede sich stellt, ob und wie man es hätte verhindern können, so krank zu werden, gar nichts. Man stellt sie sich trotzdem.

Wir wollen irgendeine Kontrolle über unser Leben, unsere Lebenszeit haben. Kontrolle und damit Macht fühlt sich gut an, fühlt sich an, als wären wir stark, selbst wenn wir ganz geschwächt sind, der Depression nahe. Was rät uns da jemand wie Pema Chödrön? Sie und ihre Tradition rät dazu, die Frage radikal umzudrehen in: Warum nicht ich? Ja, warum nicht?

Warum nicht ich?

Nach Jahren der Beschäftigung, zeitweise des Studiums, mit buddhistischem Geistestraining muss ich schmunzeln, so genial finde ich dieses Umkehrung. Ich fühle mich nicht mehr wie ertappt bei etwas Verbotenem. Nur einen kurzen Moment lang ist es peinlich zu erfahren, wie wir ticken. Wir ticken ALLE so. Unsere Konditionierung ist so, dass wir auf Überleben angelegt sind, und wir sind empört, ungehalten, wütend darüber, dass es uns getroffen hat, trotz aller guten Maßnahmen, wie gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf, Bewegung, gut, es hätte mehr sein können – aber gleich Krebs zu bekommen? Es liegt nicht in unserer Familie und ist unerwartet. Im Übrigen habe ich schon an anderen Stellen genügend gelitten, das Reservoir ist sozusagen aufgebraucht.

Warum ich nicht? Das ist die demütige Perspektive und Haltung. Ja, warum eigentlich nicht. Warum nicht jetzt einlösen, was ich die Jahre über geübt habe: mit wenig auskommen, Dankbarkeit praktizieren, auf die inneren Schätze zugreifen, an Weisheit, Quellen der Freude, die nichts kosten und überall und immer griffbereit sind. Glaube ich wirklich, wenn ich eine schwere Diagnose in fünf Jahren bekommen würde, dass ich großzügiger, dankbarer, akzeptierender reagieren würde, nach dem Motto: Jetzt ist es genau richtig. Ich war sowieso lebenssatt. Nein, wir sind grundsätzlich so gestrickt, dass wir mehr vom Guten, was immer wir dafür halten, haben wollen, länger leben, um jeden Preis, ja wirklich um jeden Preis?

Wenn es so ist, dann können wir ja gleich sagen: Jeder Tag, jede Minute zählt. Ich bin am Leben, habe Angst und manchmal Schmerzen, gewöhne mir an, täglich etwas für andere zu tun, dann geht es mir und anderen besser, ich übe mich regelmäßig in Lebenskunst oder widme mich einer religiösen Praxis. Nicht zuletzt deshalb, weil ich mich in Tugend üben möchte, das Wort ist aus der Mode gekommen, leider. Man geht einfach leichter abends ins Bett und auch aus dem Leben, wenn man – oder frau – auf die eigenen Bemühungen um ein tugendhaftes Leben zurückblicken kann. Auf die Frage: Warum ich?, sagen wir froh, bescheiden und selbstbewusst: darum. 

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Bilder © unsplash

Monika Winkelmann

Monika Winkelmann

Monika Winkelmann, geboren 1952, Mutter einer erwachsenen Tochter, geschieden seit 2019, hat 1980 mit 28 Jahren ihr erstes Meditationswochenende in Hamburg besucht. Diese tiefgreifende Erfahrung sowie ihr Leben als Alleinerziehende der Tochter Lisa, geb. 1984,  bewirkten, dass sie viele Jahre a...
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