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Vielleicht habe ich so spät geheiratet, weil ich nicht ausschließen konnte, überdurchschnittlich Gewicht zuzulegen. Das hatte ich bei vielen Paaren beobachtet, auch in manchen Podcast dazu gehört. Doch offenbar hat sich das Bild gewandelt.

Laut verschiedener Studien legen Männer mehr an Gewicht zu als Frauen, nachdem sie die Ringe getauscht haben. Ob wir deshalb einen Anstieg an Schönheitsoperationen beim männlichen Geschlecht haben?

Ich kann mich noch erinnern, als ich den ersten Mann mit polierten Fingernägeln gesehen habe – einen Geschäftsmann. Damals dachte ich mir: nichts Positives.

Es war irgendwie affig für mich, die raue Männlichkeit aus den Bergen gewohnt war und sich eher mit Dreck unter den Nägeln abfinden konnte. Das ließ zumindest auf harte Arbeit und uneitle Hingabe schließen. Mit den Jahren ließ die Attraktivität der Schmutzränder nach und gepflegte Männerhände wurden zur Standardanforderung. Aber auch da war ich von polierten Nägeln noch weit entfernt.

Trotzdem: Gepflegte Männlichkeit ist ansteckend, wie ich einmal bei einem Istanbul-Abstecher erleben durfte.

Mein Mann – in meinen Augen ohnehin gut aussehend – sah sich von so viel Barber-Attraktivität umgeben, dass er sich unbedingt in die Hände eines türkischen Friseurs begeben wollte. Um die Geschichte abzukürzen: Es ging nicht so gut aus, wie ich gehofft hatte.

Wenn man weiß, dass der Besuch bei einem Dienstleister dieser Art nicht nur einen Haarschnitt, sondern im besten Fall auch Haarentfernung aus sämtlichen Öffnungen des Kopfes, heiße Kompressen und eine Massage umfasst, kommt einem ein reiner Haarschnitt fast schon spartanisch vor.

Doch genau das wollte mein Mann, und er wollte auch nur dafür zahlen.

Da stießen zwei Philosophien aufeinander, und es endete mit einem Duell der lauten Worte, das keine der beiden Seiten wirklich verstand. Das Englisch des Barbers war dürftig, das Türkisch meines Mannes nicht vorhanden. Wir verdrückten uns dann um eine Hausecke, damit wir dem Friseur entkamen, der natürlich die Kosten für das unerwünschte Chichi erstattet haben wollte.

Ihm konnten wir entfliehen, nicht aber den vielen Menschen, die mit Pflastern an den verschiedenen Stellen im Gesicht vollkommen zwanglos durch die Stadt flanierten.

Aus einer anderen Quelle wusste ich: Wer "etwas machen lassen will", fliegt nach Istanbul. Dort bekommt man – Zitat – die schönsten Brüste. Und das zu einem vergleichsweise günstigen Preis. Offenbar auch neue Lippen, angehobene Augenbrauen und was man sich sonst noch verschönern lassen kann, wenn man der Natur einen Strich durch die Rechnung machen will.

Mir fällt schon lange auf, dass es immer mehr gepflegte Männer auf der Straße gibt – auch bei uns. Insofern habe ich mich gar nicht gewundert, als ich kürzlich von einem Anstieg der Schönheitsoperationen bei Männern gelesen habe. Doch dass sie zwischen 2018 und 2024 weltweit um 94 Prozent in die Höhe gegangen sind, hat mich dann doch erstaunt.

Die Top-5-Gründe sind Augenlidkorrekturen, Brustverkleinerungen, Narbenentfernungen, Fettabsaugungen und Nasenkorrekturen.

Mein Mann hat es im Laufe seines Lebens viermal geschafft, seine Nase zu brechen – das letzte Mal mithilfe eines Surfboards, das ihm eine Welle mitten ins Gesicht gedrückt hat.

Hat das zu einer kosmetischen Korrektur geführt? Mitnichten.

Und ich bin dankbar dafür, denn seine Nase gibt ihm das spezielle Etwas, das mir in seinem Charaktergesicht fehlen würde.

Ich kenne auch jemanden, der seine Augenlider hat korrigieren lassen. Nicht dass mir nachher etwas aufgefallen wäre, aber ich verstehe natürlich, dass es die Sicht auf die Dinge erschweren kann, wenn die Lider drücken. Was die anderen drei Punkte angeht, habe ich keinerlei Beobachtungserfahrungen. Doch alle fünf zeigen mir: Das Schönheitsbewusstsein wächst, und wir entfernen uns immer mehr von Friedrich Torbergs Spruch, der in seinem Buch "Die Tante Jolesch" verewigt ist: "Was ein Mann schöner ist als ein Aff', ist ein Luxus!"

Mein Mann erzählte mir kürzlich von einer Facebook-Lektüre, wonach Frauen mehrgewichtige Männer attraktiver fänden als schlanke. Und das vor allem deshalb, weil er seit unserer Hochzeit auch das eine oder andere Kilo zugenommen hat. Was mich nicht stört und damit die Facebook-Aussage unterschreibt.

Im allgemeinen Kontext frage ich mich aber schon: Liegt der Grund für die Mehrgewichtigkeit bei Männern – in Österreich sind es knapp 60 Prozent bei diesem Geschlecht – darin, dass der Druck sinkt, attraktiv und fit zu bleiben, weil die Partnerinnensuche abgeschlossen ist?

Sich gehen zu lassen, ist für mich keine Option innerhalb einer Ehe, auch generell nicht.

Doch das Auf-sich-Achten sollte primär aus einem Grund durchexerziert werden: Weil man sich selbst gern hat und schätzt. Weil einem die Gesundheit wichtig ist und weil man neugierig ist auf die Jahre, die noch vor einem liegen.  Diese Jahre aufgrund von gesundheitlicher Nachlässigkeit horizontal verbringen zu müssen, weil man sich für unbesiegbar hält und eines Besseren belehrt wird, wäre grobe Verschwendung.

KEINE Verschwendung hingegen ist das stete Lernen, Bewegung und gerade so viel essen, damit man satt wird. Und nicht zu vergessen: Schönheit und Freude, Lust und Neugierde.

Dann sind Narben, Brüste und Falten oft nicht mehr als Unvollkommenheiten (medizinische Indikationen natürlich ausgenommen), die die Gelassenheit fördern – mit anderen, aber vor allem mit uns selbst.

Denn wer von uns ist schon perfekt?

 

 

Song zum Text: "Pot Belly"/Freshly Ground

 


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Bilder © Unsplash.com

 

 

Claudia Dabringer

Claudia Dabringer

  Studium der Germanistik und Publizistik in Salzburg mit allem, was zu einer Studentenzeit dazugehört. Mehrjährige Konzentration aufs Radiomachen, bis alles durchexerziert war und das Schreiben wieder im Kopf präsent wurde. Seitdem freie Journalistin, Autorin und Vortragende sowie als Sc...
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