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Kann man Sex und Liebe voneinander trennen? Belebt außerpartnerschaftlicher Sex die Beziehung, oder ist es vielmehr der Anfang vom Ende?


In dieser Rubrik beantwortet MoonHee Fragen des alltäglichen Lebens oder Fragen, die ihr schon immer einmal stellen wolltet.

In ihrem allerersten Beitrag „Wie geht es dir heute? Danke, gut!“ findet ihr mehr Informationen dazu.


Es gibt immer mehr allein lebende Menschen. Viele glauben nicht mehr wirklich an die traditionelle, lebenslange Partnerschaft, und doch bleibt die Hoffnung bestehen, den einen Partner – die große Liebe – zu finden. Viele moderne Paare (besonders unter schwulen Männern, aber zunehmend auch unter Heterosexuellen) versuchen im Laufe der Zeit, ihre Beziehung zu öffnen und Sex mit anderen Partnern zuzulassen. 

Doch kann man Sex und Liebe tatsächlich so klar voneinander trennen? Ist dies die Lösung, um eine Liebe dauerhaft zu bewahren? Oder ist es vielmehr der Anfang vom Ende einer Beziehung?

 

Antwort MoonHee:

Der Mensch ist das anpassungsfähigste Lebewesen im Universum: Er kann sich an alles gewöhnen – wenn er muss und wenn er will. Diese Eigenschaft hat ihn an die Spitze der Evolution katapultiert. Leider werden aus Gewohnheiten allzu oft zwanghafte Muster. Wir alle kennen das: Sind sie erst einmal da, ist es schwer, sie wieder loszuwerden.

Weil wir uns als selbstbestimmte Wesen wähnen, neigen wir dazu, „Negatives“ zum Lifestyle zu erheben.

Vordergründig hat die Zunahme von Wohlstand und Wissen zu mehr Freiheit geführt. Heute bedeutet Individualität Identität. Dennoch sind wir weniger frei, als wir es uns eingestehen wollen. Singularität, Orientierungslosigkeit, Einsamkeit und das Gefühl einer inneren Leere nehmen drastisch zu. Unsere Freiheit ist also bedingt.

Bedingt heißt, dass Bedingungen bzw. Auflagen erfüllt werden müssen. Das moderne Leben ist voller Ansprüche und Erwartungen. Wir wollen dieses, wir wollen jenes und davon sehr viel.

Je mehr Individualität, desto mehr Eigensinn, was wiederum nur durch Abgrenzung möglich ist.

Wollen und Müssen bestimmen unser Leben. Wir wollen nicht nur Dinge, wir müssen sie. Nicht wir haben unser Wollen im Griff, sondern das Wollen uns. Somit ist aus Wollen ein Müssen geworden. Wir wollen nicht nur Freiheit oder Erfolg, wir müssen Freiheit und Erfolg. Das Gleiche gilt für die Liebe.

Die Liebe ist jedoch etwas, das sich unserem Willen entzieht. Sie stellt sich ein, wenn wir nicht unbedingt mit ihr rechnen, und sie geht, wenn wir es nicht unbedingt wollen. Die Liebe ist bedingungslos. Hier liegt unser Problem: Wir wollen Liebe, aber können nicht.

Liebe und Müssen schließen sich aus. Deshalb ist Sex auch nicht Liebe. Unabhängig von der sexuellen Ausrichtung und den sexuellen Vorlieben fühlt sich Sex ohne Liebe anders an als Sex mit Liebe. Anders als Sex ist Liebe ein qualitatives Ereignis und kein quantitatives. Ein wenig Liebe erfüllt mehr als viel Sex. Aus diesem Grund macht Sex auch süchtig. Süchte sind immer unzureichend, da sie niemals (aus-)reichen. Quantität ist nicht Qualität.

Tief in unserem Inneren fühlen wir es: Ganz gleich, wie viel wir besitzen und haben, bleiben wir unerfüllt und unbefriedigt. Schneller oder aufregender Sex hilft nur temporär. Danach fühlen wir uns einsamer als davor. Die Folge davon: Wir brauchen mehr.

Mehr ist immer eine Form von Kompensation. Die Kompensation ist hilfreich, aber die Wurzel des Problems bleibt unberührt. Äpfel sind nicht Birnen. Liebe ist nicht Sex.

Liebe, Partnerschaft und Beziehung setzen Verbindlichkeit voraus. In dem Maße, wie ich mich verbunden fühle, wächst das Gefühl von Aufgehobensein, Geborgenheit und Sicherheit.

Das erstarkte Singleleben verändert Mensch und Gesellschaft. Die sozialen Medien sowie Wirtschaft und Politik verkaufen „Individualtrips“. Freiheit über alles. Studien belegen, dass ein längeres Singledasein physische Folgen nach sich zieht. Da Männer nicht so gut allein sein können, fällt ihnen die Einsamkeit besonders schwer.

 

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Das Glück oder die mentale Gesundheit hängen nicht am Haben, sondern an der Verbundenheit. Unverbindlichkeit macht nicht nur asozial, sie macht krank.

Die sich ausbreitende Einsamkeit ist der zunehmenden Beziehungsunfähigkeit geschuldet. Der Wohlstandsmensch will sich nicht festlegen lassen. Zu groß ist die Angst, etwas zu verpassen oder zu kurz zu kommen. Das heutige Motto: Verfügbarkeit, so viel es geht, und das 24 Stunden am Tag.

Das moderne Leben wird geliefert, gefeiert und kuratiert in dem Sinne, dass alles ein Happening sein muss. Das World Wide Web, Amazon, Instagram und Co. machen es möglich.Das moderne Leben wird geliefert, gefeiert und kuratiert in dem Sinne, dass alles ein Happening sein muss. Das World Wide Web, Amazon, Instagram und Co. machen es möglich.

Abenteuer und Aufregung sind schön, aber wie viel Aufregung können wir vertragen – als Individuum und als Gesellschaft? Hinzu kommt, dass das Vergnügliche das Wesentliche gerne überdeckt.

Das singuläre Leben in seiner Unverbindlichkeit trennt und zerreißt uns. Wir wollen das eine, tun aber das andere. Zur Einheit – die wir uns so wünschen, geistig wie körperlich – sind wir kaum noch fähig. Sicherlich fällt uns das Letztere leichter. Aber Einheit ist ein allumfassendes Gefühlserleben und kann nicht auf das rein Körperliche reduziert werden.

Zärtlichkeit, Streicheleinheiten und Wärme sind keine bloße Mechanik. Sie sind der wesentliche Grund, warum wir uns nach körperlichem Austausch sehnen. Sex ist selten nur funktionale Befriedigung. Sex ist nicht einfach Sex.

Sex ist eine Form von Begegnung. Auch wenn wir das nicht bewusst so empfinden, wir dringen – körperlich wie energetisch – in den „Raum“ des anderen ein und der andere in unseren. Aus diesem Grund sollten wir diesen Raum auch nicht mit jedem teilen wollen. Das Warum, mit wem und auch das Wie (Mindset) sollten von Bedeutung sein.

Könnten wir Sex so leicht von unserem Wesen abkoppeln, dann wären Seitensprünge vollkommen in Ordnung. Sie stellten weder einen Betrug dar, noch müssten wir ein schlechtes Gewissen haben.

Intimität bedeutet Nähe, und dieser fühlen wir uns beraubt, wenn unsere Partner diese auch mit anderen teilen. Wir sind verletzt und fühlen uns – in unserer Vertrautheit – verraten, aber vor allem werden wir unsicher. Wir fragen uns: Bin ich nicht genug? Reiche ich nicht aus? War das mit dem anderen oder mit der anderen besser?

Bei einer offenen Beziehung verschwinden diese Fragen nicht. Es liegt im Wesen des Menschen, dass er besitzergreifend und eifersüchtig ist. Er neidet und teilt nicht gern. Die Angst vor Ablehnung und Versagen tut ihr Übriges.

In einer unverbindlichen Welt nehmen Unsicherheiten und Ängste zu. Dauerhaftes Alleinsein belastet die Psyche. Sich alles offenzuhalten, ist also keine Lösung.

Ohne Verbindlichkeit keine Liebe. Wer sich nicht binden will, bekommt nicht mehr, sondern weniger. Zur Liebe gehört Mut. Aber genau darin liegt ihre Stärke. Bedingungslos sich auf jemanden einlassen zu können, Höhen und Tiefen auszuloten, gemeinsam zu bestehen, das ist die größte Reise, auf die wir uns begeben können.

Das wahre Abenteuer unseres Lebens ist die Liebe. Mit ihr steht und fällt alles. Die wahre oder eine Liebe braucht keine zusätzliche Würze. Sie ist nicht das Ende unserer Freiheit, sondern ihr Anfang. Nur dem Langweiler ist es bald fad.


Weitere Fragen & Antworten von MoonHee Fischer finden Sie hier.

Sie haben selbst eine Frage? Dann schreiben Sie gerne an m.fischer@ursachewirkung.com


Bilder Teaser und Text© Pexel
Bild Header © Sigurd Döppel 

 

 

Dr.phil MoonHee Fischer

Dr.phil MoonHee Fischer

„Was eines ist, ist eines. Was nicht eines ist, ist ebenfalls eines.“ (Zhuangzi) Jenseits eines dualistischen Denkens, im Nichtgeist, gibt es weder das Eine noch ein Anderes. Wo das Eine sich von einem Zweiten abgrenzt, ist keine Einheit, sondern Zweiheit. Die Erfahrung des Einen – ich bin all...
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