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Diskurs

Sexuellen Missbrauch durch religiöse Würdenträger gibt es in allen Religionen. Die Opfer sind zumeist Frauen. Dieser Beitrag vergleicht das Bild des Weiblichen im Buddhismus und Daoismus und zeigt die Realität von Macht und Missbrauch.

Als im Herbst 2017 die schon seit Jahrzehnten kursierenden Missbrauchsvorwürfe gegen Sogyal Rinpoche, den Gründer und spirituellen Leiter der tibetisch-buddhistischen Rigpa-Gemeinschaft, durch einen offenen Brief von acht Menschen aus seinem engsten Umfeld nicht länger zu vertuschen waren, hatte auch der Buddhismus für viele endgültig seine Unschuld verloren.

Doch eigentlich war das nicht überraschend, denn in den alten Texten selbst ist schon einiges nicht gerade Frauenfreundliches zu entdecken.

So erscheint in den frühbuddhistischen Schriften die Frau als unreines Wesen, aus dessen Schoß die Welt des Leidens kommt. In den Mahayana-Werken wird sie – wie alle leidenden Wesen – bemitleidet. In Tibet betet man zu Buddha, dass man in einem männlichen Körper wiedergeboren werden möge.

Spätestens mit dem Sogyal-Skandal war klar geworden, dass es nicht nur um Bilder und Metaphern aus ferner Vergangenheit geht. Im tantrischen Buddhismus ist die Frau auch noch in Form einer imaginierten Dakini die Lustgefährtin des männlichen Praktizierenden.

Im Hinblick auf das Frauenbild schneidet der Daoismus zunächst einmal etwas besser ab. Im Daoismus fehlt weitgehend die Assoziation des Weiblichen mit dem Unreinen. Viele Daoisten geben ihm sogar den Vorzug, da das Weiche letztlich über das Harte siege.

Jede Frau verkörpert die gewaltige Schöpfungsenergie des Yin; das Weibliche gilt daher als die eigentliche Urkraft des Kosmos.

Andererseits wird aber auch der Mythos einer männlichen Selbsterzeugung präsentiert.

So heißt es, Laozi habe keinen Vater gehabt und seine Mutter sei er selbst gewesen. Mit den „Tulkus“, die Ort und Zeit ihres Erscheinens in der Welt selbst bestimmen, findet sich der Mythos einer männlichen Wiedergeburt auch im tantrischen Buddhismus.

Im Hinblick auf die Praxis gibt es die sogenannten daoistischen „Partner- oder Doppelübungen“ (shuang xiu), bei denen einerseits „die Wollust aus dem Geist verbannt“ werden soll, andererseits aber alles auf den Mann zentriert ist. Während des Geschlechtsakts muss ein Samenerguss unbedingt vermieden werden. Die freigesetzte Energie soll der Mann stattdessen zur Spitze seines Kopfs lenken. Grundlage ist der Glaube an die Transformation der Spermaflüssigkeit in ein geistiges Fluidum.

Das Ziel dieser Übung ist die „Stärkung der Essenz“ des Mannes, und das Mittel dazu ist der Geschlechtsverkehr, wobei der Trick darin besteht, kurz vor der Ejakulation den Penis mit zwei Fingern fest zusammenzudrücken, während man durch den Mund ausatmet.

Für diesen Vorgang ist ein spezielles viersilbiges Mantra überliefert, durch dessen mehrfache Rezitation der Adept einen herannahenden Samenerguss verhindern soll. Die vier Silben dieses Mantras (xi shi zuo bi) sind konkrete Anleitungen, was währenddessen gleichzeitig geschehen soll.

Jolan Chang beschreibt die Übung in „Das Tao der Liebe“ so:

Erstens schnell durch die Nase einatmen (xi), zweitens die Zungenspitze gegen den Oberkiefer pressen (shi) und dabei die Konzentration auf den Scheitelpunkt des Kopfs richten, drittens in das Perineum greifen (das „Erdzentrum“) und die Gedanken von dort zum Scheitelpunkt des Kopfs lenken (zuo), viertens die Augen schließen und die Konzentration ganz auf das dortige „Himmelszentrum“ richten (bi).

Während dieser Handlungen sind die Daumen in die Handinnenflächen zu legen und mit den übrigen Fingern fest zu umschließen, die Zehen zusammenzuziehen und die Füße zu krümmen. Dabei muss der Rücken wie ein Bogen gespannt und der Hals nach oben gestreckt werden.

Im Hinblick auf den richtigen Vollzug des sexuellen Akts selbst gibt es auch dafür konkrete Anweisungen für den männlichen Adepten. So soll er unter anderem durch „abgezählte Stoßbewegungen“ bei seiner Partnerin einen Orgasmus auslösen, um anschließend ihre Yin-Flüssigkeit zu absorbieren.

An vielen Textstellen, wie beispielsweise von John Blofeld in „Der Taoismus und die Suche nach Unsterblichkeit“ oder auch John Lagerwey in „China. Kontinent der Geister“ beschrieben, ist gleichnishaft vom Kampf des weißen Tigers mit dem grünen Drachen die Rede.

Der weiße Tiger steht für das Metall Blei und den Samen des Mannes, der grüne Drache symbolisiert Zinnober und die von der Frau emittierten Sexualsekrete. Bleiweiß sei die reine Yang-Flüssigkeit und zinnoberrot die reine Yin-Flüssigkeit. Die Verbindung beider sei die Vereinigung von Feuer und Wasser, aus ihr entstehe die Goldene Pille – ein unsterblicher Fötus.

Während die Einzelheiten der daoistischen Übung des coitus reservatus relativ bekannt sind, wird über die tantrisch-buddhistischen Sexualtechniken ein Mantel des Schweigens gebreitet.Vieldeutig ist oft von der „Vereinigung von Weisheit und Methode“ als den Urkräften des Kosmos (Yab/Yum) die Rede.

Wer das geheime Wissen und die Praktiken kennenlernen will, muss sich erst einem tantrischen Meister unterwerfen und ein Gelübde ablegen.

Während auf den tantrischen Bildern „göttlicher Vereinigung“ der Frauenkörper unverhältnismäßig klein dargestellt wird und die Frau dem Betrachter stets den Rücken zudreht, präsentieren entsprechende daoistische Illustrationen beide Partner gleich und auf realistische Weise.

Allerdings bedeutet das auch hier nicht, dass die Frau ebenbürtig wäre.

So erscheint in den frühbuddhistischen Schriften die Frau als unreines Wesen, aus dessen Schoß die Welt des Leidens kommt.

Im Unterschied zur männlichen Umwandlung der Samenessenz soll sie den menstrualen Fluss „verfeinern“, bis er schließlich zum Erliegen kommt, dafür wird die Metapher „den roten Drachen enthaupten“ verwendet. Aus dem verfeinerten Menstruationsblut soll ein „neues Blut“, das sogenannte „weiße Mark des Phönix“, erzeugt werden. Vom Prinzip her entfalte das Anhalten des menstrualen Flusses die gleichen Wirkungen wie die Samenzurückhaltung beim Mann.

De facto ist es aber so: Während die männliche Samenenergie durch die Übungen angefeuert wird, soll die weibliche sich quasi selbst zerstören.

Was tantrischen Buddhismus und Daoismus verbindet, ist eine verächtliche Haltung den Frauen gegenüber, die zu Instrumenten der Übung gemacht werden.

Saraha, einer der Begründer der indisch-tibetischen Mahamudra-Linie, unterscheidet zwischen fünf tantrischen Gefährtinnen auf der Basis des Alters: von der achtjährigen Jungfrau bis zur 25-jährigen Bhadrakapalini, die er als „verbranntes Fett der Prajna“ beschreibt. Mit Frauen fortgeschrittenen Alters soll die Übung nicht mehr vollzogen werden. Sie werden als „Hundeschnauze“, „Saugfresse“, „Eulengesicht“ und dergleichen tituliert.

In den daoistischen Texten sind die Formulierungen weniger drastisch und erniedrigend, aber es geht in die gleiche Richtung.

 

Verletzt du jemanden, verletzt du dich. Liebst du jemanden, liebst du dich.

 

Einige Texte empfehlen für die Partnerübungen vor allem junge Mädchen zwischen 14 und 15 Jahren („Silber, das 14 Unzen wiegt“). Sie sollten möglichst nicht älter als 18 bis 19 Jahre sein, dann sei ihr „Nutzen“ am größten. Die Brüste sollten noch nicht voll, aber schon gut knospenförmig sein. Auf keinen Fall dürfen sie älter als 30 sein, doch kämen auch bei den unter 30-Jährigen nur Frauen infrage, die noch kein Kind geboren haben.

Einige Texte empfehlen schöne Frauen, andere erklären, dass Schönheit kein Kriterium sei, wohl aber Jugendlichkeit.

Weiterhin gibt es auch klare Ausschlusskriterien für daoistische Sexualgefährtinnen: zu knorrige Arme und Beine, eine tiefe, männlich anmutende Stimme, behaarte Beine oder schlechter Achselgeruch.

„Der Anfänger sollte sich eine Frau aussuchen, die nicht zu attraktiv ist und deren Jadepforte nicht zu eng ist“, heißt es in einem 1978 erschienenen Buch von Jolan Chang zum „Tao der Liebe“.

Die tantrisch-buddhistischen sowie die daoistischen Texten zu den „Schlafkammertechniken“ durchzieht eine Rhetorik der Transformation und Veredlung nie derer Instinkte in Erleuchtungskräfte. Ein Vergleich weiterer Sprachmerkmale lässt allerdings deutliche Unterschiede erkennen.

Die daoistischen Schriften bedienen sich einer blumig-metaphernreichen Sprache, etwa wenn von der Begegnung von „Jadestängel“ und „Jadepforte“ die Rede ist.

In den tantrischen Werken dagegen herrscht eine brutale, blutdurchtränkte Mystik vor. Vajra beispielsweise ist hier Symbol für den Penis, der sogar mit mantrischen Beschwörungsformeln als Tötungsinstrument eingesetzt werden kann.

Im Hinblick auf die tatsächlichen Erleuchtungswirkungen von Ritualsex für den Mann sind – abgesehen von der Instrumentalisierung und Erniedrigung der Frau – die Wirkungen nicht belegt.

Der dieser Sache gegenüber sehr skeptische Sinologe und Biochemiker Joseph Needham (1900–1995) vermutet, dass die spirituelle Transformation allein schon deswegen unterbleibe, weil das so produzierte Ejakulat sich überhaupt nicht im Körper anreichere, sondern schlicht in die Blase abgeleitet und später mit dem Harn ausgeschieden werde.

Was wichtiger ist als peinliche Details, sind die schmerzhaften seelischen Folgen für die betroffenen Frauen, die sich durch Lockungen, Drohungen und fulminante Heilsversprechen auf Sex mit tantrischen Meistern einließen.

Durch den Missbrauch wird ein Urvertrauen in die Religion, der man sich zugewendet hat, und ihre Würdenträger zerstört.

Viele Betroffene wandten sich danach völlig vom Buddhismus ab.

Manche brauchten viele Jahre, um überhaupt darüber zu sprechen, was sie erlebt hatten.

Auf keinen Fall handelt es sich um eine Beziehung von gleichgestellten Partnern. In beiden Religionen dient die Frau in erster Linie als Vehikel männlicher Ambitionen.


Dieser Artikel erschien in der Ursache\Wirkung №. 128: „Verbundenheit"

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In China wird die Partnerübung schon seit Jahrhunderten als Vorwand für wollüstige Ausschweifungen kritisiert, verbunden mit der Klage, dass die Wehrtüchtigkeit junger Männer unter solchen Praktiken leide. Bekannte heutige Daoisten wie der 2016 verstorbene Tian Chengyuan kritisieren diese Praktiken: Junge Frauen würden unter falschen Vorgaben und Versprechungen sexuell gefügig gemacht.

Im westlichen Buddhismus hat man hingegen die Frage von Macht und Gewalt in Kulthandlungen nicht nur lange Zeit ausgeblendet, sondern die Sache wird bis heute kleingeredet und teilweise auch legitimiert.

So schlug der bekannte Tantriker Dzongsar Jamyang Khyentse auf seinem Facebook-Account vor einiger Zeit vor, einen „Sex-Vertrag“ zwischen einem Guru und seinen Adeptinnen abzuschließen. Als es Proteste hagelte, hieß es, die Sache sei nur ein Scherz gewesen.

Und die „Europäische Buddhistische Union“ hält in einer Erklärung vom 30. September 2018 sexuelle Beziehungen zwischen Meistern und Schülern ebenfalls für in Ordnung, solange sie nur ausdrücklich erklärt („clearly defined“) werden. Ähnlich hatte sich ein Jahr zuvor auch der damalige Vorsitzende der Deutschen Buddhistischen Union (DBU), Gunnar Gantzhorn, geäußert.

Ist es nicht seltsam, anzunehmen, dass junge Frauen nichts sehnlicher wünschen, als mit älteren Männern religiös verbrämten Sex zu erleben? Man kann auch durchaus bezweifeln, dass es in Asien Väter und Mütter als eine Ehre betrachteten, ihre Töchter für solches Geschehen den tantrischen Gurus zur Verfügung zu stellen, wie aus tibetisch-buddhistischen Kreisen gelegentlich zu vernehmen ist.

Was tantrischen Buddhismus und Daoismus verbindet, ist eine verächtliche Haltung den Frauen gegen über, die zu Instrumenten der Übung gemacht werden.

Im westlichen Buddhismus hat man die Frage von Macht und Gewalt in Kulthandlungen nicht nur lange Zeit ausgeblendet, sondern die Sache wird bis heute kleingeredet und teilweise auch legitimiert.


Mehr zum Thema:

- Jolan Chang: Das Tao der Liebe. Unterweisungen in altchinesischer Liebeskunst. Rowohlt, 1978.

- Stephen T. Chang: Das Tao der Sexualität. Von der tiefen Weisheit des Le bens. Goldmann, 1986.

- Bernard Faure: The red thread: Buddhist approaches to sexuality. Princeton, 1998.


Bilder © unsplash.com

 

 

Dr. Hans-Günter Wagner

Dr. Hans-Günter Wagner

Hans-Günter Wagner ist ein traditionsübergreifender Buddhist. Er war fünfzehn Jahre in China beruflich tätig und studierte dort den chinesischen Buddhismus. Heute ist er Chinesisch-Lehrer und Übersetzer buddhistischer Prosa- und Lyrikwerke.
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