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Diskurs

Die nicht unumstrittene buddhistische Gemeinschaft Soka Gakkai erhielt kürzlich in Hessen den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts. Unsere Autorin hat sich dort umgesehen.

Sie sind als erste buddhistische Religionsgemeinschaft in Deutschland anerkannt: die Soka Gakkai aus Japan. Eine Buddha-Figur sucht man in den Räumen der buddhistischen Gemeinschaft vergeblich. Einziges Verehrungsobjekt ist ein hölzerner Schrein (Gohonzon) mit einem Mandala, auf dem chinesische Schriftzeichen den Titel des Lotussutra wiedergeben.

Soka Gakkai heißt so viel wie „werteorientierte Gemeinschaft“.

Um gelebte buddhistische Ethik soll es auch in der Praxis der Religion gehen.

In den 1930er-Jahren wurde die Religionsgemeinschaft in Japan gegründet. Seit April 2023 ist Soka Gakkai in Hessen als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt.

Ein Status, den sie mit den Einrichtungen der großen christlichen Kirchen in Deutschland teilt. Auf dieser Grundlage können beispielsweise Staatsverträge geschlossen werden, die zur Erteilung des Religionsunterrichts berechtigen. In Deutschland ist Soka Gakkai eine recht kleine Gemeinschaft, um die 8.000 Mitglieder mit einzelnen Zentren in Bremen, Berlin oder Bingen. In Japan ist die Gemeinschaft viel größer, dort zählt sie nach eigenen Angaben um die acht Millionen Mitglieder.

Im Zentrum der religiösen Praxis steht die gesungene Rezitation, das Chanten einer religiösen Formel, nämlich des Titels des Lotussutras: „Nam-myoho-renge-kyo“. Das heißt verkürzt so viel wie „Ehre sei dem Lotussutra mit der Lehre Buddhas“.

Diese Formel chanten die Soka-Gakkai-Mitglieder im Ideal zweimal täglich, sagt die Vizedirektorin der Soka Gakkai in Deutschland, Anette Wiencke-Naniwa. Das Lotussutra ist ein wichtiger Lehrtext aus dem Mahayana-Buddhismus, eine der drei großen Schulen des Buddhismus, die sich über China und Japan in Südostasien verbreitet hat.

Die Soka Gakkai haben nun einen Status rechtlicher Anerkennung erreicht, um die sich der Dachverband der „Deutschen Buddhistischen Union“ (DBU), in dem zahlreiche buddhistische Vereine organisiert sind, schon seit Jahren vergeblich bemüht. Die Pressesprecherin von Soka Gakkai, Alexandra Raabe, versteht den Körperschaftsstatus als „eine Art ‚TÜV‘-Siegel“. Damit sei ihre Gemeinschaft „nun den großen christlichen Kirchen und einigen anderen Religionsgemeinschaften in Deutschland [...] gleichgestellt“.

Als Körperschaft erhält die Religionsgemeinschaft organisatorische und steuerliche Vorteile.

Die DBU habe Soka Gakkai „herzlich und aufrichtig gratuliert“, wie auf Nachfrage bei ihrer Pressestelle zu erfahren war. Die Anerkennung sei auch „ein Ansporn, bei unseren Bemühungen um eine Anerkennung nicht nachzulassen. […] Sie beflügelt uns eher und macht uns Hoffnung auf einen eigenen Durchbruch. […] Wir denken, dass es für einen diversen Dachverband wie die DBU etwas schwieriger ist, den KdÖR-Status zu erlangen, als für eine Gemeinschaft, die einer gemeinsamen Tradition folgt.“

Im Zentrum der religiösen Praxis  von Soka Gakkai steht die gesungene Rezitation, das Chanten einer religiösen Formel, nämlich des Titels des Lotussutras.

Im Hamburger Zentrum in Altona treffen sich die Mitglieder der Soka Gakkai regelmäßig, nicht nur um die Formel zu rezitieren, sondern auch um das Lotussutra zu studieren.

Die Gemeinschaft bezieht sich auf den japanischen Reformer Nichiren (1222 bis 1282 u. Z.). Er hatte das Rezitieren des Mantras in den Mittelpunkt der Praxis gestellt. 

Es ist eine alte Kulturtechnik, die auf dem Glauben beruht, dass man durch das Rezitieren der Formel den spirituellen Weisheitsgehalt des Textes in sich aufnimmt. Das Chanten soll auch die Harmonie und Erleuchtung fördern. Die Buddha-Natur, die jeder Mensch nach dieser Vorstellung besitzt, soll durch die Rezitation zum Vorschein kommen.

Das Lotussutra geht mindestens auf das erste Jahrhundert u. Z. zurück, kam über China nach Japan. In jedem Land sind lokale Erweiterungen und Fortentwicklungen dazugekommen. Grundsätzlich sieht der Text alle buddhistischen Wege gleichberechtigt an. Alle Wesen haben demnach Buddha-Natur und können in diesem Leben erwachen, nicht nur Mönche und Nonnen.

Es gibt geschickte Mittel, die zum Einsatz kommen können, um Schüler auf dem Weg zum Erwachen zu fördern.

 

Schrein

Anette Wiencke-Naniwa und Kazuo Kanemaki demonstrieren vor einem Schrein, wie sie das Mantra „Nam-myoho-renge-kyo“ rezitieren.

 

Die Soka Gakkai sind für ihre kulturelle Arbeit auch in Japan bekannt geworden. Sie unterhalten ein modernes Kunstmuseum, organisieren klassische musikalische Aufführungen und gemeinsames Musizieren. Der vor Kurzem verstorbene Ehrenpräsident Daisaku Ikeda war langjähriger Friedensaktivist und hatte sich auch bei den Vereinten Nationen immer wieder für Abrüstung und gegen Atomwaffen ausgesprochen.

In Japan ist Soka Gakkai eine der größten neuen religiösen Laiengemeinschaften. Allerdings wird die japanische Muttergesellschaft Soka Gakkai dort „kritischer gesehen als in Europa“, bestätigt der in Leipzig lehrende Religionshistoriker Christoph Kleine. Der Grund: Soka Gakkai hat in Japan eine politische Partei gegründet, die Komeito.

Sie ist auch an Koalitionen beteiligt.

„Dabei gilt in Japan eine strikte Trennung von Religion und Politik“, ergänzt Kleine. Es gab den Verdacht, dass die Partei der politische Arm der Religionsgemeinschaft wäre. Nach öffentlicher Kritik änderte die Partei das. Dennoch blieben viele Japaner weiterhin skeptisch.

In den 1990er-Jahren kamen Pläne heraus, dass der Soka-Gakkai-Präsident Ikeda Opfer eines Mordkomplotts werden sollte. Und zwar wollte der Gründer der neu-religiösen Aum-Shirikyo-Sekte, Shoko Asahara, den Soka-Gakkai-Präsidenten als Konkurrenten ermorden lassen. Auf das Konto von Asahara gingen auch die Tokiter Giftgasangriffe mit Sarin 1995 in der U-Bahn. An den Folgen des Anschlags starben Dutzende Menschen und wurden Hunderte verletzt. 

Doch obwohl Ikeda das mutmaßliche Mordopfer der Aum-Sekte sein sollte, blieb auch ein Argwohn gegenüber Soka Gakkai bestehen.

Das paradoxe Geschehen erläutert der Religionswissenschaftler Levi McLaughlin in einem Aufsatz „Did Aum Chance Everything?“ im „Japanese Journal of Religious Studies“ von 2012.

Demnach gibt es in Japan ein generelles Misstrauen gegenüber neuen religiösen Gemeinschaften. Dabei seien 20 Prozent der Japaner Mitglied in neuen religiösen Bewegungen, oft sogar in mehreren gleichzeitig.

Ganz anders in Europa und den USA, wo Soka Gakkai international unbelastet von Japan agiert.

Die Laiengemeinschaft unterstützt auch im Westen ihre Mitglieder ideell, ist an kultureller Bildung interessiert. Auch die Chorauftritte von Soka Gakkai sind legendär. Die in Heidelberg lehrende Religionswissenschaftlerin Inken Prohl sagt, Soka Gakkai habe „nichts Gefährliches an sich“. Im Gegenteil, die Mitglieder Soka Gakkais seien diesseitsorientiert und kulturell interessiert.

Die Gemeinschaft arbeitet Bildungsprogramme aus, wie sie auch amerikanische Mega Churches oder christliche Gemeinden anbieten. In Japan bietet die Gemeinschaft auch Kunstkurse bis hin zu spiritueller Lebensberatung an.

Soka Gakkai wollen überzeugen, dass ihr Chanten, also das „Nam-myoho-renge-kyo“, einfach „effektiv ist“. Genauso „wie andere Leute überzeugen wollen, wie effektiv die Achtsamkeitsübungen sind oder wie toll Yoga ist“, sagt Prohl.

Auf den japanischen Reformer Nichiren gehe „die geniale Idee“ zurück, dass es jetzt gar nicht mehr für die Laien nötig sei, sich durch die komplizierten Lehren des Buddhismus durchzuarbeiten, sagt die Religionswissenschaftlerin. Laut Nichiren reicht es, den Titel des Lotussutras zu rezitieren, um in diesem Körper ein Buddha zu werden.

Wenn man genauer hinschaut, macht die Soka Gakkai natürlich viel mehr.

Immer gehe es auch um Ermächtigung, sagt Anette Wiencke-Naniwa, also „um die Eigenverantwortung, die wir versuchen zu stärken“. „Es ist ein wichtiges Gebot, dass wir niemals unser Glück auf dem Unglück anderer aufbauen.“ Und dann verweist die Hamburgerin auf das buddhistische Gelöbnis, dass man „persönlich dafür Sorge trägt, dass man wirklich keine unguten Beziehungen eingeht, die Leid verursachen“.

Und diese Haltung ist dann wiederum sehr buddhistisch, auch wenn es keine Buddha-Figuren zum Anschauen gibt.


Dieser Artikel erschien in der Ursache\Wirkung №. 128: „Verbundenheit"

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Körperschaft des öffentlichen Rechts

In Deutschland können religiöse Gemeinschaften den Status einer „Körperschaft des öffentlichen Rechts“ (KdöR) beantragen, was gesellschaftliche Stärkung und finanzielle Vorteile wie die Erhebung von Kirchensteuer und Sendezeiten in öffentlich-rechtlichen Medien bedeutet.

Jedoch unterliegen sie staatlicher Aufsicht und öffentlich-rechtlichen Verpflichtungen, was zu Transparenzanforderungen und möglicher Abhängigkeit führt

Zudem kann dies Mitgliederverlust und bürokratische Hürden verursachen.


Bilder © unsplash.com

 

 

 

Mechthild Klein

Mechthild Klein

Mechthild Klein ist freie Journalistin, unter anderem für den Deutschlandfunk, mit Schwerpunkt Weltreligionen. Im Studium der Vergleichenden Religionswissenschaft und Orientalischen Kunstgeschichte in Bonn hat sie sich auf Buddhismus und Hinduismus spezialisiert.
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