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Leben

Eine Woche mit dem Pionier der modernen Achtsamkeitsbewegung Jon Kabat-Zinn und seinem Sohn Will in Salzburg. Zeit, um alles willkommen zu heißen und im stillen, offenen Gewahrsein zu verweilen.

Voller Vorfreude fahre ich Ende März 2024 nach Salzburg zu einem Retreat mit Jon Kabat-Zinn, das er gemeinsam mit seinem Sohn Will abhält. Bereits vor einem Jahr habe ich mich angemeldet und gehöre nun zu den 180 Glücklichen, die per Los einen Platz ergattert haben.

Jon Kabat-Zinn ist einer der bekanntesten Vertreter der Achtsamkeitsbewegung.

Als Begründer von MBSR (Mindfulness-Based Stress Reduction, Stressbewältigung durch Achtsamkeit) hat er Achtsamkeit und Meditation säkularisiert und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. In den letzten Jahren spricht er vermehrt auch von den buddhistischen Wurzeln dieses Programms, das in den Anfängen vor allem im Gesundheitssektor angewandt wurde.

Was und wie unterrichtet er heute? Warum erreicht er so viele Menschen? Und wie ist er so als Mensch? Besonders neugierig bin ich auf das Zusammenspiel mit seinem Sohn, der selbst auch ein erfahrener Dharma-Lehrer ist.

Die 180 Teilnehmenden stammen aus allen möglichen Ländern. Jon und Will sprechen Englisch und achten darauf, dass alle sie verstehen. Mühelos schaffen sie eine vertrauensvolle und freundliche Atmosphäre. Schnell merkt man, dass sie ein eingespieltes Team sind, das sich die Bälle locker zuspielt.

Zu Beginn geben sie die Frage „Was führt dich hierher?“ in den Raum. Sogleich scheinen viele Themen auf: persönliche Krisen, Sorge um die Lage der Welt aufgrund der Kriege und der Klimakatastrophe, Neugier auf die beiden bekannten Lehrer. Schnell wird klar, dass viele der Teilnehmenden Jon von seinen Onlineretreats kennen, die er in der Anfangsphase von Corona kostenlos abgehalten hat und an denen teilweise mehr als 1.000 Menschen teilgenommen haben. Für diese Unterstützung sind ihm viele noch immer unendlich dankbar.

Kein Plan, keine Agenda

Mit den inzwischen berühmt gewordenen Worten „Es gibt nichts zu tun, nichts zu erreichen“ laden Jon und Will alle ein, sich auf ihre direkte, unmittelbare Erfahrung einzulassen, ganz ohne Plan oder Agenda. „Ihr müsst noch nicht mal gute Meditierende sein“, fügt Jon mit einem Augenzwinkern hinzu. Stattdessen sollen alle „den Willkommensteppich ausbreiten“ für das ganze Spektrum der menschlichen Erfahrung. Sich für all das, was im gegenwärtigen Moment geschieht, und sei es noch so banal, unerfreulich oder gar unangenehm, öffnen, statt es weghaben zu wollen.

Die Anleitungen entsprechend denen einer klassischen Achtsamkeitsmeditation: sich im Körper und seinen Empfindungen verankern. Bemerken, wie schnell wir in Gedanken abschweifen und beurteilen – und dass das völlig normal ist. Bemerken, wie der Geist, sobald es ihm langweilig wird, damit beginnt, Geschichten zu erfinden, in denen das Ich der Hauptdarsteller ist.

Wenn Menschen zu meditieren beginnen, denken sie häufig, Gedanken loswerden zu müssen. Doch Gedanken sind immer vorhanden, denn es ist die normale Funktion des menschlichen Gehirns, unablässig Konzepte zu produzieren. Entscheidend ist, sie als mentale Vorgänge zu erkennen, die nicht unbedingt wahr sein oder werden müssen.

Jon Kabat-Zinn

Gelingt es, Gedanken einfach neugierig zu betrachten? Kann man sich möglicherweise sogar darüber amüsieren, welche Kapriolen sie schlagen? Und vor allem: Können wir sehen, wie die Geschichte, die wir uns selbst darüber erzählen, die Wahrnehmung beeinflusst?

Ich finde gut in die Meditation hinein. Ich werde schnell ruhiger, und vor allem die Geräusche, die vielen Vogelstimmen, die durch die geöffneten Fenster dringen, und der sanfte Wind, der mir über das Gesicht streicht, unterstützen mich dabei, den inneren Raum auszudehnen und mich selbst als Teil darin wahrzunehmen.

Nur morgens bei Frühstück falle ich aus meiner meditativen Stimmung. Lange Schlangen bilden sich an den Kaffeeautomaten. Nur drei für 180 Teilnehmende! Mein kritischer Geist schreit laut nach Optimierung des Frühstücks-Workflows. Gleichzeitig grinse ich innerlich über mich selbst, denn während ich anstehe, könnte ich doch ungestört den Anblick der von der Morgensonne angeleuchteten Berge genießen. Aber wenn es um den Morgenkaffee geht, kenne ich kein Pardon!

Stille und offenes Gewahrsein

Auffällig ist, dass der Begriff „Achtsamkeit“ (mindfulness) nur selten fällt. Stattdessen verwenden beide häufig den Begriff „Awareness“, anstrengungsloses oder absichtsloses, offenes Gewahrsein. Die Anweisung lautet immer, sich des Hörens, Denkens und Fühlens gewahr zu sein. Zentral in dieser Praxis ist, dass man nicht versucht, zu beobachten, zu greifen, zu benennen, sondern vielmehr offen zu sein, zu empfangen.

Gewahrsein ist ein Zustand mit einer bestimmten Qualität, die entsteht, wenn sich in der Meditation ein Raum öffnet, sich die Grenzen zwischen dem Du und Ich, Raum und Zeit allmählich auflösen. Um all dies wahrzunehmen, benötigen wir Achtsamkeit für die Vorgänge in Körper und Geist.

Jon weist wiederholt auf die Pause, die Stille zwischen den Klängen, den Gedanken, den Empfindungen hin. Diese Stille kann eine Brücke in das offene Gewahrsein sein. So mag der Begriff „Achtsamkeit“ zu eng geworden zu sein für das, was die beiden vermitteln möchten, und möglicherweise auch zu sehr verwässert durch den Hype und die Vermarktung, die darum herum entstanden ist.

Leiden loslassen

Ein weiteres wichtiges Thema im Retreat sind Emotionen, vor allem Schmerz und Leid. Viele Teilnehmende sprechen von schmerzhaften persönlichen Erfahrungen und wie hilflos sie sich im Umgang damit fühlen. Jon macht klar, dass Schmerz und schmerzvolle Erfahrungen Teile des Menschseins sind, die nicht vermieden werden können.

Wenn wir jemanden verlieren, den wir geliebt haben, so empfinden wir Trauer und Verlust. Auch angesichts der Klimakatastrophe, Gewalt und der vielen aktuell stattfindenden Kriege empfinden viele von uns Schmerz. Doch statt sich davon überwältigen zu lassen oder darüber in Panik zu geraten, ist es besser, diesen Schmerz achtsam und mit Mitgefühl wahrzunehmen.


Dieser Artikel erschien in der Ursache\Wirkung №. 129: „Kraftquellen"

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Die Übung der Achtsamkeit und des offenen Gewahrseins hilft auch dabei, Stabilität und Gelassenheit zu entwickeln und handlungsfähig zu bleiben. Nicht nur weil wir den Bergen so nah sind – wenn ich die Augen öffne, kann ich durch das Fenster den Watzmann sehen –, schlägt Jon vor, uns die Qualitäten eines Berges, seine Stabilität und Standfestigkeit, zu vergegenwärtigen, uns damit zu verbinden.

Ein Herzensanliegen

Jon hat die Gabe, verständlich und plastisch zu formulieren. Es ist ein Genuss, ihm zuzuhören. Er ist als Wissenschaftler und Meditationslehrer in beiden Sphären gleichermaßen zu Hause und schafft es mühelos, Zusammenhänge gut zu erklären.

Auch nach so vielen Jahren des Unterrichtens und mittlerweile fast 80 Lebensjahren wirkt seine Begeisterung ansteckend. So ein Retreat zu machen, ist kein Business für ihn, sondern ein Herzensanliegen. Sein Humor und die feine Selbstironie nehmen ihn für mich ein. Besonders berührend ist die vertraute und teils schelmische Kommunikation zwischen ihm und Will. So schön kann es sein zwischen Vater und Sohn!

Manchmal lässt Will Jon den Vortritt; manchmal ist es umgekehrt. Jon formuliert vielleicht etwas schärfer, Will kommt ein wenig sanfter daher. Beide verfügen über die große Gabe des aufmerksamen Zuhörens. Immer wieder faszinieren mich ihre einfühlsamen Antworten, hilfreichen Erläuterungen und humorvollen Bemerkungen, wenn die Stimmung angesichts der ernsthaften Themen, die eingebracht werden, mal etwas schwer geworden war.

Und auf die Fragen, für die es keine Antwort gibt, weil sie schlicht die menschliche Erfahrung übersteigen, antwortet Jon, seinen Lehrer, den koreanischen Zen-Meister Soen Na Nim zitierend, mit einem donnernden „Weiß nicht!“

Vielleicht ist am wichtigsten jedoch, dass er Vertrauen vermittelt in den menschlichen Geist und seinen Erfindungsreichtum, der schon so vieles zustande gebracht hat. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Menschen eine Lösung für die Klimakrise und zur Überwindung von Krieg finden.

Doch beide machen unmissverständlich klar, dass wir das Lernen, die innere Arbeit, nicht einfach überspringen können. Verständigung ist wichtig, Trennendes zu überwinden, sich zu engagieren, gemeinsam nach neuen Wegen zu suchen.

Auf die Frage, wie man wissen könne, ob etwas nur ein Konzept, eine Meinung, sei, antwortet Jon: „Wenn du dir nicht sicher bist, ziehe die Möglichkeit in Betracht, dass es ein Konzept sein könnte, du falsch liegen könntest. Und vertraue auf deine Intuition, deinen Herzgeist.“

Zu Beginn der Achtsamkeitsbewegung stand die Überwindung von Stress und persönlichem Leiden durch die Kultivierung von Achtsamkeit stärker im Vordergrund. Heute ist klar, wie wichtig es für die Menschen ist, Gewahrsein zu kultivieren. Für uns selbst, aber mehr noch für die Gemeinschaft, für alle Wesen, für den ganzen Planeten. Jon und Will vermitteln Zuversicht in die menschliche Fähigkeit, trennende Konzepte zu durchschauen, zu überwinden und zu einem neuen Bewusstsein des Miteinanders zu finden. Um diesen erweiterten Bewusstseinszustand erlangen zu können, benötigt es Achtsamkeit als Fähigkeit und Werkzeug, aber sie ist kein Selbstzweck.

Möglicherweise steht die Menschheit an der Schwelle zu einem neuen Bewusstsein, einer neuen Qualität an Verbundenheit und Einsicht. Dazu benötigt es die Absicht und das Bemühen jedes Einzelnen. Jon vermittelt dazu Mut, Kraft und Entschlossenheit, den Weg weiterzugehen.

 

Foto Header & Teaser © Arbor Seminare
Bild Fließtext © Pexels

 

Ursula Gramm

Ursula Gramm

Ursula Gramm ist U\W-Redakteurin und lebt in Heidelberg.
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