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Leben

Endlich Ruhe – innen und außen –, so stellen sich viele die Stille vor. Doch sie ist so viel mehr: ein lebendiger Raum, in dem sich das Leben entfaltet. Die Autorin schildert, wie sie die Stille fand.

Ich begegnete der Stille vor 40 Jahren auf einem überfüllten Bahnhof in einer Stadt in der indischen Tiefebene. Seit ein paar Wochen reiste ich mit dem Rucksack durch das Land des Buddha. Es war heiß, ich hatte mir ein Virus eingefangen, das mir Bauchschmerzen bereitete, und durch meine Träume krochen Leprakranke ohne Arme und Beine.

Ich hockte auf einem Bahnsteig zwischen Hunderten Menschen, gackernden Hühnern in Käfigen und einer Ziege mit zusammengebundenen Beinen und wartete auf meinen Zug, der mich irgendwohin bringen sollte. Da sah ich die Stille.

Sie saß auf einem der gegenüberliegenden Bahnsteige im Lotossitz, völlig entspannt inmitten von Lärm und Dreck.

Sie war ungefähr so alt wie ich, Amerikanerin, schätzte ich. An der nicht ganz sauberen Kleidung erriet ich, dass sie schon lange unterwegs war. Sie ruhte auf diesem Bahnsteig in ihrer Stille wie im Auge des Zyklons.

Mit leisem Lächeln beobachtete sie den Kampf an den geöffneten Zugtüren, wo die Reisenden hinaus- und hineindrängten. Irgendwann würde auch ihr Zug einlaufen, sie würde sich erheben, den Rucksack schultern und auf ihre gelassene Weise irgendwie ins Abteil gelangen.

Ich warf einen Blick auf die Frau, und meine Reise nahm eine Wendung. Diese unbekannte Amerikanerin erinnerte mich an den Ort der Stille in mir, den ich sehr wohl kannte, aber in diesem überwältigend fremden Land verloren hatte.

Wohin wollte ich denn in Wirklichkeit, wenn ich durch die Welt reiste, wie ich das seit einigen Jahren tat?

An einem glühend heißen Tag irgendwo in Indien belehrte mich eine Frau, die ich nur fünf Minuten zu Gesicht bekam und nie wiedergesehen habe, darüber, dass es nichts zu finden gibt, weil ich bereits zu Hause bin.

In jedem Augenblick.

In jedem Land der Erde.

 

Stille ist Absichtslosigkeit

Wenig später führte mein Weg mich ins Zen, und ich lernte, wie ich den Ort der Stille immer aufs Neue aufsuchen kann. Nein, ich habe keineswegs das Paradies der äußeren Stille gefunden, in dem ich endlich aufatmen und zur Ruhe kommen kann. Sogar der Berg, auf dem ich elf Jahre lebte, war erfüllt vom Lärm der Traktoren, Mähdrescher und Schneepflüge.

Das Zen in seiner provokanten Art hat mich vielmehr mit meiner Vorstellung von Stille konfrontiert und gefragt: Wenn es den perfekten Ort der Stille gäbe – glaubst du wirklich, du wärst dann still?

Ich besuchte einmal ein Konzert mit Kompositionen von John Cage. Dieser hatte sich lange mit Zen befasst. Der Pianist kündigte ein Stück mit dem Titel „Vier dreiunddreißig“ an. Wir setzten uns erwartungsvoll hin, der Pianist legte die Hände entspannt in den Schoß und spielte – nichts.

Erste Nervosität begann sich im Publikum zu äußern. Stoffe raschelten, Füße schlurften über den Boden, jemand räusperte sich. Der Musiker saß reglos vor dem Flügel.

Eine Minute verging, zwei Minuten vergingen. Die Anspannung im Raum war mit Händen zu greifen. Drei Minuten. Ich spürte, wie ein Lächeln auf meinem Gesicht erschien. Nach exakt vier Minuten und 33 Sekunden erhob sich der Pianist und verbeugte sich dankend vor dem fassungslosen Publikum.

John Cage hatte sich eines Tages in ein schalldichtes Studio begeben, um die Stille zu erfahren. Dort hörte er aber keineswegs nichts, sondern sehr viel: Er hörte Säfte in seinem Darm kullern, seinen Magen knurren, seinen Atem schleifen.

Was hörte er hier also? Geräusche, Lärm, sich selbst? Nein, erkannte John Cage, er hörte die Stille, denn all diese Geräusche entstehen ohne Absicht. Deshalb, sagte Cage, ist Stille das Gleiche wie Absichtslosigkeit.

Diese Stille können wir nicht erreichen, indem wir einfach nur schweigen, denn das Schweigen enthält oft wenig Stille.

Während der offiziellen Schweigezeiten im Retreat beobachte ich manchmal, wie Menschen einander beim Essen durch wilde Handzeichen und Zupfen am Ärmel etwas mitzuteilen versuchen.

Äußerlich halten sie zwar den Mund, ihre Absichten aber sind sehr laut, und ich kann ihren inneren Dialog mühelos noch drei Tische weiter hinten sehen und damit auch hören.


Dieser Artikel erschien in der Ursache\Wirkung №. 129: „Kraftquellen"

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Wahre Stille ist für Cage eine geistige Dimension, und wir erfahren sie, wenn wir absichtslos sind.

Vorher haben wir vermutlich unablässig einen inneren Dialog mit uns geführt, haben die Geschehnisse des Tages beurteilt, kommentiert, ersehnt, befürchtet. All dies ist nun zur Ruhe gekommen, wir verweilen in der Stille. Ohne Angst, ohne Erwartung. Ohne Vergleichen, ohne Beurteilen.

Wir ruhen im Auge des Zyklons, während in uns und um uns herum das Leben weiter wirbelt, die Stoffe rascheln, die Füße schlurfen, Menschen sich in Züge drängen.

Der Magen wird weiterhin Geräusche produzieren, wir werden einatmen, ausatmen und dabei leise schnaufen. Die Stille aber ist so groß, dass sie alle Geräusche in sich aufnehmen kann.

Ich meditierte einmal in einem Praxiszentrum, in dem gerade Bauarbeiten stattfanden. Während der Sitzmeditation wurde im Untergeschoss eine Wand mit Presslufthämmern herausgebrochen; nach drei Tagen hörte ich den Lärm nicht mehr.

Wenn wir innerlich zu reden aufgehört haben, sehen wir, dass nichts, was im Äußeren stattfindet, die Stille stören kann.

Wir waren es, die diesen unerträglichen Lärm die ganze Zeit mit unseren Gedanken erzeugt haben.

 

Nichts im Äußeren kann die Ruhe stören.

Stille ist mein Kraftort, weil sie diese tiefe Dimension hat, für die der persische Mystiker Rumi die schönen Worte gefunden hat: „Stille ist die Sprache Gottes. Alles andere ist armselige Übersetzung.“

Der Urgrund unseres Wesens, die absolute Dimension, von der wir alle ein Teil sind, ist tiefe Stille.

Sie ist immer da, wir ruhen in ihr, tatsächlich können wir nie aus ihr her ausfallen. Aber damit sie für uns zum Kraftort wird, müssen wir uns bewusst mit ihr verbinden.

Ich habe mir angewöhnt, immer wieder in meinen Alltagsgeschäften innezuhalten. Ich lasse für einen Moment meinen Putzlappen auf dem Boden liegen, lege den Kochlöffel beiseite, stehe vom Schreibtisch auf und atme bewusst dreimal ein und aus.

Wenn ich mich ganz auf meinen Atem konzentriere, kann ich nicht gleichzeitig darüber nachgrübeln, was als Nächstes zu tun ist.

Die Gedanken beruhigen sich, und ich kann mit frischem Blick die Welt um mich herum neu wahrnehmen.

Ich verweile für ein paar Atemzüge absichtslos und ohne Ziel und Zweck im reinen Sein. In der Stille, die mich nährt.

Und irgendwann „spricht“ die Stille zu mir. Ihre Stimme ist leise, deshalb ist sie im Wirbel des Alltags leicht zu überhören.

Aus der Stille kommen die wahrhaft klugen Gedanken, die Einsichten in Zusammenhänge, die Antworten auf Fragen, die mich seit Langem bewegen.

Meine Arbeit als Schriftstellerin ist ohne die Mitwirkung der Stille gar nicht möglich.

Alles, was ich mir im Kopf ausdenke, ist nicht annähernd so wertvoll wie die Ideen, die ich intuitiv aus der inneren Stille empfange.

 

Stille: ein Ort der Fülle

Die Stille ist unser Zuhause, der Ort, nach dem wir uns immer gesehnt haben, ohne es zu wissen.

In der Stille brauchen wir keine Worte, um zu verstehen und verstanden zu werden. Ein Lächeln, ein Blick, eine zarte Bewegung der Hand sind genug.

Und doch scheint es so, dass wir erst in der Stille das wahrnehmen, was ist: das Seiende in seiner eigenen Wirklichkeit erfassen, ohne es nach unseren Wünschen zurechtzubiegen.

Stille ist keineswegs, wie wir vielleicht vorher gedacht haben, ein karger Ort, so etwas wie eine Wüste der Sprachlosigkeit. Im Gegenteil, sie erscheint uns auf einmal als Ort der Fülle, mit dem verglichen uns unser vorheriges Geschwätz und Gerenne kindisch vorkommt.

Die Stille ist für mich ein lebendiger Raum voll Geborgenheit, in den ich mich vor den Zumutungen der Welt zurückziehen kann, um geheilt zu werden.

In der Stille darf ich die sein, die ich im tiefsten Wesen bin, ohne kritisiert, ausgelacht und ausgenutzt zu werden.

Und mein Ego – dieses störrische, eigenwillige, verletzbare, verletzte und vom Leben in der Welt unendlich müde Wesen – darf sich zur Ruhe legen und schweigen.

 

Illustration © Ursache\Wirkung
Bilder © unsplash.com

 

 

Margrit Irgang

Margrit Irgang

Margrit Irgang, Schriftstellerin und Meditationslehrerin, praktiziert Zen seit 1984, seit 1992 bei Thich Nhat Hanh.Sie leitet Retreats, schreibt Bücher und für Rundfunksendungen zu den Themen Spiritualität und Achtsamkeit und bloggt auf:www.margrit-irgang.blogspot.de.
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