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Buch

Helge Timmerberg ist Journalist und bereist seit mehr als dreißig Jahren kiffend und staunend die Welt. Sein kindlicher Blick auf die Wirklichkeit zaubert herrlich subjektive Texte hervor, brüllend komisch und herzerwärmend.

AngstTimmerberg ist ein grandioser Geschichtenonkel. Für sein neuestes Buch, „Das Mantra gegen die Angst“, ist Timmerberg in Nepal unterwegs. Auf den ersten Seiten bejammert er zunächst die lokalen Gegebenheiten: „Staus, Smog, Schlamm und Pfützen. Und jede Menge Unfälle“, in Kathmandu. Jenseits jeder folkloristischen Romantik sehen wir die Hauptstadt Nepals durch Timmerbergs Nörgeln in einem realistischen Licht. Es sind ohnehin nie die Landschaften, die den Geschichten Timmerbergs ihren Zauber geben. Es sind die Begegnungen mit den Menschen.

Im vorliegenden Buch berichtet er, dass er vor fünfzehn Jahren in Kathmandu von einem Sadhu, einem hinduistischen Asketen, ein Mantra erhalten hat. Ein Mantra kann eine Silbe, ein Wort oder ein Vers sein, dem eine gewisse Wirkung zugesprochen wird. In diesem Fall sollte es gegen Angst wirken. Man soll das Mantra rezitieren, wenn es darauf ankommt. Timmerberg erzählt, wie ihn das Mantra durch den Alltag begleitet: In der Begegnung mit grimmigen Türstehern, dunklen Gestalten in finsteren Gassen oder während einer Polizeikontrolle: Er fürchtet, mit dreißig Gramm Haschisch und einer Menge Bargeld im Kofferraum für einen Dealer gehalten zu werden.

Und immer tut das Mantra, was es soll: Es lässt jede Angst schwinden. Timmerberg bewältigt alle Gefahren. Selbstverständlich kann Helge solche Geschichten nicht für sich behalten. Und bald wird er gebeten, das Mantra weiterzugeben, damit es auch anderen helfe. Doch, darf er das? Außerdem weiß er nicht sicher, ob er das Mantra richtig verstanden hat. Er ist schwerhörig. Timmerberg macht sich also auf die Suche nach dem heiligen Mann, um nach fünfzehn Jahren das Mantra zu überprüfen und um Erlaubnis zu bitten, es weitergeben zu dürfen.

Am Ende des Buches findet sich ein QR-Code, der per Link direkt zum Mantra führt. Davor liegen unerwartete Wendungen der Story, die mich beim Lesen in schallendes Gelächter ausbrechen ließen. Sie bewirken auch, dass mein Hinweis auf den QR-Code nicht zum Spoiler wird. Und die erste Wendung, so etwa bei Seite 90, ringt der sprachlich bezaubernden und unterhaltsamen Geschichte dann noch einen zutiefst spirituellen Sinn ab. Nach „Die rote Olivetti. Mein ziemlich wildes Leben zwischen Bielefeld, Havanna und dem Himalaja“ von 2016 ist das vorliegende Werk wohl eines der besten, das ich von Timmerberg lesen durfte. Machen Sie sich einen Tee, liebe Leserin, lieber Leser, nehmen Sie dieses Buch in die Hand und lassen Sie sich überraschen.


Helge Timmerberg
Das Mantra gegen die Angst oder Ready for everything – neun Tage in Kathmandu
Malik Verlag 2019
176 Seiten

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