Achtsamkeit: Buddhas Geschenk an die Welt verbindet historische Quellen, Mahayana-Philosophie und Praxisimpulse zu einer kenntnisreichen Neubetrachtung der Achtsamkeit.
Rezension: Achtsamkeit: Buddhas Geschenk an die Welt
Achtsamkeit: Wiederentdeckung des Mahayana-Erbes
Der westliche Diskurs zur Achtsamkeit ist vor allem von der buddhistischen Theravada-Tradition ausgehend geprägt. Dieser ist getragen von Übersetzungen und Lehrern wie Bhikkhu Bodhi und Bhikkhu Analayo. Die Autorin antwortet darauf mit einer quellengesättigten Erkundung aus dem Mahayana-Buddhismus.
Die Tibetologin stellt unter anderem Prajnaparamita-Texte sowie verschiedene andere, weniger bekannte Mahayana-Lehrtexte vor. Dazu kommen Werke verschiedener indischer und tibetischer Meister, wie Nagasena, Nagarjuna oder Santideva, sowie Kagyü-Überlieferungen.
Das Werk ist primär eine historische und philosophische Erörterung, die Originalquellen kontextualisiert und in Auszügen präsentiert; die Autorin benennt dies ausdrücklich als „Reise zu ursprünglichen Quellen“ mit Fokus auf indischem und tibetischem Mahayana. Gleichwohl schließt ein Kapitel mit einer kompakten Praxisunterweisung von Künzig Shamarpa als Brücke in die Gegenwart. Eine kenntnisreiche Korrektur des einseitigen Blicks, der Achtsamkeit als ethisch-weisheitliche Weite des Mahayana sichtbar macht.
Rezensent: Hendrik Hortz
Achtsamkeit: Buddhas Geschenk an die Welt
Autor: Martina Draszczyk
Verlag: Edition Steinrich
Seitenzahl: 400 Seiten
Preis: 34,00 €
Bestellen Sie das Buch gleich auf dem Ursache/Wirkung Marktplatz.
Weitere Rezensionen finden Sie hier.
