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Wie kann man es schaffen, in so einer verrückten und schrecklichen Zeit trotzdem Freude zu empfinden? Und ist es überhaupt legitim? Darf man trotz all diesen schrecklichen Bildern in der Welt zufrieden und glücklich sein?

MoonHee beantwortet hier Fragen des alltäglichen Lebens oder Fragen, die ihr schon immer einmal stellen wolltet. In ihrem ersten Beitrag „Wie geht es dir heute? Danke, gut!“ findet ihr mehr Informationen dazu.

Antwort MoonHee:

 

Des einen Leid ist des anderen Freud.
Neben Unwissenheit und Verblendung sind Gier, Verlangen und Anhaftungen die Hauptursachen für das Leiden. Werden unsere Wünsche und Vorstellungen erfüllt, dann sind wir glücklich, werden sie nicht erfüllt, dann sind wir unglücklich. Das menschliche Leben pendelt zwischen Glück und Leid hin und her. Auch wenn es nicht immer sichtbar oder fühlbar ist: Wo das eine ist, ist auch das andere.

Glück und Leid existieren nicht unabhängig voneinander: Beide teilen dieselbe Wurzel und hängen unmittelbar zusammen. Da wir Menschen dazu neigen, Teile statt des Ganzen zu sehen, empfinden wir Glück und Leid – immer ausgehend von uns selbst – als etwas Subjektives und Individuelles. In unserer Begrenztheit sehen wir Trennungen, wo eigentlich Einheit ist. Mein und Dein, Unser und Wir bestimmten unser Leben. Das Meine macht mich glücklich und ist mir wichtig; die Abwesenheit davon macht mich leidend. Was jedoch nicht MEIN (mein Haus, mein Kind, meine Arbeit, mein Geld, mein Hund, meine Gesundheit, meine Sicherheit etc.) ist, das Deine oder Fremde, kümmert mich wenig – es sei denn, mein Glück wird dadurch beeinträchtigt. Was interessieren mich Ausbeutungen, Ungerechtigkeiten, Seuchen und Kriege auf der anderen Seite der Welt? Was ich nicht weiß und was mein Leben nicht negativ beeinflusst, macht mich nicht heiß. Doch eine Seuche oder ein Krieg, die meine Existenz unmittelbar gefährden, rütteln mich auf.

Emma Goldmann, Friedensaktivistin, brachte das Problem unserer Gesellschaft mit folgender Aussage auf den Punkt: „The most violent element in society is ignorance.“ Trotz Achtsamkeit, Empathie und Mitgefühl müssen wir uns eingestehen: Mein Glück steht über dem Glück und Leid der anderen. Selbsterhöhung und die Verblendung sich selbst gegenüber und die Gleichgültigkeit gegenüber den Nöten und Bedürfnissen der anderen sind der Grund, warum Leid und Gewalt sich immer wieder durchsetzen.

Freude

Doch wahre Freude und Frieden kann es nur geben, wenn wir eins sind und nicht zwei. Darin liegt auch der Unterschied zwischen Mitleid und Mitgefühl. Indem ich wahrhaftig mitfühle, bin ich eins mit dem anderen. Im Mitgefühl erfahre ich die Erweiterung meines Herzens – Fremdheit und Unterscheidung lösen sich in eins auf. Nur ein gemeinschaftliches WIR besitzt die Stärke und Klarheit, Leid nachhaltig und dauerhaft zu lindern – und zwar für alle Lebewesen und nicht nur für den Menschen. Vergegenwärtigen wir uns: Mein Glück ist nicht selten des anderen Leid, so wie mein Leid das Glück des anderen sein kann. Denn damit ich bekomme, muss jemand anderes geben. Drei einfache Beispiele dafür: Wenn ich den Job bekomme, dann bekommt ein anderer ihn nicht. Wenn mein Kind einen Krippenplatz bekommt, dann ein anderes Kind nicht. Der Verzehr von Fleisch mag für mich ein Genuss sein, aber für das Tier bedeutet es Leid und Tod. Das Leben ist ein Geben und Nehmen. Tragischerweise nehmen manche mehr, als sie geben, und manche geben mehr, als sie bekommen – so nimmt das Unglück seinen Lauf.

Mitgefühl ist im Gegensatz zum Mitleid die Fähigkeit, von sich selbst loszulassen und über sich hinauszugehen. Im Mitfühlen mit dem anderen verlieren meine Wünsche und Bedürfnisse sowie meine Probleme ihre vorrangige Bedeutung: Ich trete aus meinem individuellen und subjektiven Dasein in ein universelles Gewahrsein. Das Wesen des Mitgefühls ist universell. Es ist frei von persönlichen Einfärbungen, Konditionierungen und Mustern. Im Mitleid jedoch spiegelt sich meine eigene Not wider. Ich leide (mit), weil ich von dem Leid des anderen persönlich – durch meine eigenen Lebensthemen – betroffen bin. Das, was mich berührt, ist nicht das Leid des anderen, sondern mein eigenes. Ich bin nicht traurig und will helfen um des anderen willen, sondern um meiner selbst willen. Im Mitleiden bin ich zwei und nicht eins. Weil ich im Leid der Welt nur mich selbst sehe, bin ich kaum fähig, etwas für den anderen zu tun. Mitleid ist selbstmitleidige Ich-Bezogenheit und nicht, wie es sollte, Ausdruck eines stärkenden und gemeinschaftlichen Wir. Leid wird hier nicht verringert, es wird verstärkt. Gedanken wie „Es ist so schlimm, ich ertrage all dieses Leid nicht mehr“, „Das alles macht mich krank“, „Ich bin zu sensibel für die Welt, ich kann mich damit nicht befassen“ schwächen mich und berauben mich eines wahren Mitfühlens.

Mitgefühl ist nicht Mitleid! Der Unterschied von Mitgefühl und Mitleid ist der von Freude und Leid: Der Mitfühlende ist der Welt zugewandt – das Glück des anderen ist ihm wichtig und zwar um des anderen willen und nicht um seiner selbst willen. Das Mittragen und Teilen von Kummer und Schmerz des anderen ist ihm keine Last, sondern ein inneres Bedürfnis. Wo zwei sich in einem finden, da ist mehr Freude als Leid. Der Mitleidende, von der Welt abgewandt, leidet. Weil er sich vor dem Leid der anderen verschließt, hat er auch kein Anteil an deren Freude – denn Leid und Freude gehören untrennbar zusammen. Ohne Leid keine Freude und ohne Freude kein wahres Glück. Wenn wir uns eingestehen, dass niemand das Glück für sich gepachtet hat, dass mein Glück des anderen Leid sein kann, laufen wir weder dem einen hinterher noch laufen wir vor dem anderen davon. Dort, wo Glück ist, ist auch Leid und wo Leid ist, ist auch Glück. In der Annahme dieser Tatsache können wir von trennenden Schutzmechanismen loslassen und wahre Verbundenheit leben.

„Der Geist Buddhas ist Barmherzigkeit und Mitgefühl.
Durch seinen liebenden Geist will Buddha alle Menschen
mit allen erdenklichen Mitteln erlösen.
Mit seinem Geist ist Buddha mit den Menschen krank
und erleidet deren Leiden mit.

Er ist der Geist, mit dem eine Mutter ihr Kind nährt und schützt.
„Euer Leiden ist mein Leiden und euer Glück ist mein Glück,“
− diesen Satz vergisst Buddha nicht einmal für einen einzigen Augenblick,
denn es ist das Wesen des Buddha,
alle Gefühle der Menschen zu teilen.“

- Aus Bukkyo Dendo Kyokai, Die Lehre des Buddhas 2009, 15.

 

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Bild Header © Sigurd Döppel 

Dr. phil. MoonHee Fischer

Dr. phil. MoonHee Fischer

„Was eines ist, ist eines. Was nicht eines ist, ist ebenfalls eines.“ (Zhuangzi) Jenseits eines dualistischen Denkens, im Nichtgeist, gibt es weder das Eine noch ein Anderes. Wo das Eine sich von einem Zweiten abgrenzt, ist keine Einheit, sondern Zweiheit. Die Erfah-rung des Einen – ich bin al...
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