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Leben

Mittlerweile hat auch im Westen jeder ein Bild des Buddha im Kopf. Die gängigen Abbildungen sind vom asiatischen Kulturraum geprägt. Ein Gespräch mit der Künstlerin Konstanze Thomas-Zach, die im Rahmen des Ursache\Wirkung-Projekts „Ein Buddha für das 3. Jahrtausend“ drei moderne Buddhafiguren geschaffen hat.

Etwas mehr als 150 Jahre wirkt der Buddhismus im Westen – zu kurz, um eine eigene westlich-buddhistische Ästhetik zu entwickeln. Westlicher Buddhismus imitiert derzeit asiatische Ausdrucksformen. Darstellungen des Buddha finden sich in allen buddhistischen Traditionen und Formen der Volksreligiosität. Konventionelle Buddha-Abbildungen sind durch den jeweiligen kulturellen Kontext des Herkunftslands geprägt: Ein Buddha-Bildnis in Thailand sieht völlig anders aus als in China. Die Abbildungen sind mit vielen religiösen Symbolen aufgeladen. Ursache\Wirkung hat sich vorgenommen, in Zusammenarbeit mit renommierten Künstlerinnen und Künstlern Vorschläge für eine westlich-buddhistische Ästhetik zu entwickeln.

Buddha

Zu Beginn des Projekts „Ein Buddha für das 3. Jahrtausend“ stand ein Facebook-Post in einer buddhistischen Diskussionsgruppe. Ein freches Statement lautete: „Traditionelle Buddha-Abbildungen mit ihrer merkwürdigen Frisur und den Schlabberohren gehen mir schon lange auf die Nerven.“ Daraus entstand ein Kontakt zur Bildhauerin Konstanze Thomas-Zach, die drei moderne Buddhafiguren geschaffen hat.

U\W: Frau Thomas-Zach, was haben Sie denn als Erstes gedacht, als wir mit dem Plan einer modernen Buddha-Abbildung auf Sie zukamen?

Konstanze Thomas-Zach: „Genau richtig“, habe ich gedacht. Ich beschäftige mich seit meinem 25. Lebensjahr mit asiatischer Kultur. Ich mache Yoga. Zen habe ich auch ausprobiert. Ich habe zwölf Jahre mit einem Bildhauer zusammengearbeitet, der war Zen-Meister. Die Frage, was für eine Bedeutung die asiatische Religion, die asiatischen Philosophien und Praktiken hier im Westen haben, welchen Platz sie in meinem Leben einnehmen können, beschäftigt mich also bereits längere Zeit.

Ja, wir hatten gleich den Eindruck, dass Sie sich für unsere Idee interessierten.

Ich fand das Projekt spannend. Es sollte eine Buddha-Abbildung entwickelt werden, die der heutigen Zeit und der westlichen Kultur auch entspricht und nicht die traditionellen Merkmale hätte, eben einem anderen Kanon folgt. Es sollte etwas Einfaches sein, das trotzdem eine Innerlichkeit und eine Aufmerksamkeit ausstrahlt.

Buddha

Traditionelle Abbildungen sind oft geradezu überladen mit Symbolen.

Es geht darum, dass der Buddha nicht etwas Außergewöhnliches, Unerreichbares, Vergöttlichtes ist, sondern im besten Sinne einfach ein Mensch in der Auseinandersetzung mit sich selbst und seiner Umwelt. So kann der Betrachter erfahren: Das ist nicht weit weg oder außerhalb von mir selbst.

Irgendwann entstand dann der Impuls, nicht nur eine einzige Buddha-Darstellung zu schaffen, sondern mehrere.

Es gibt nicht immer nur eine Antwort auf eine Frage. Was ich am Ende besonders schön finde, ist, dass wir gar nicht drei Variationen von einer Sache haben. Vielmehr sind drei eigenständige Antworten entstanden.

Der kreative Prozess war erfrischend. Wir waren im engen Kontakt miteinander, haben Ideen ausgetauscht. Sie haben immer wieder Fotos mit Zwischenergebnissen geschickt, und wir haben dann überlegt, wie es weitergehen könnte.

Wir haben uns am Anfang gefragt: Wie könnte ein westlicher, weltlicher Buddha aussehen? Er sollte ja menschlich sein, nahbar. Dann kam das Androgyne dazu.

Buddha

Jeder soll sich in der Abbildung wiedererkennen können, ob weiblich, männlich oder divers. Es ist der „Buddha des Jetzt“.

Die Figur strahlt für mich so eine innere Gelassenheit aus, einen Zustand ohne Anstrengung. Dieser Buddha-Mensch ist einfach da.

Dann sind wir darauf gekommen, dass eine der Antworten abstrakt sein könnte.

Sonst arbeite ich gar nicht abstrakt. Aber die westliche, moderne Kunst ist nach wie vor eine Kunst, die abstrahiert. Deswegen lag es nahe, zu versuchen, diese Darstellungsform auf unsere Buddha-Abbildung anzuwenden. Wenn man Figuren anlegt, durchläuft man eine abstrakte Phase. In dieser Anlegephase habe ich dann den eckigen Buddha entdeckt. Ich habe die Figur im abstrakten Raum belassen. Das war die zweite Antwort.

500 Buddha der Gegenwart 1 K. Thomas Zach  500 Buddha der Zukunft 1 K. Thomas Zach   500 Historischer Buddha 1 K.Thomas Zach

Wir haben unseren abstrakten Buddha den „Buddha der Zukunft“ genannt. Die Form ist in gewisser Weise unbestimmt und lässt zu, dass er sich ausgestalten kann, ganz so wie unsere persönliche Zukunft.

Der Dritte im Bunde ist der „Buddha der Vergangenheit“. Da haben wir uns überlegt, entgegen der idealisierten Darstellungen des Buddha, wie die historische Person ausgesehen haben könnte. Wir hatten hier die Wahl, in welcher Lebensphase wir ihn darstellen wollen.

Buddha

In den Überlieferungen heißt es, dass Buddha mit Anfang dreißig zu lehren begann und mit etwa achtzig Jahren starb. Wir könnten also einen jungen, abgemagerten Asketen darstellen oder einen etablierten Religionsführer mit, sagen wir, Mitte fünfzig, voller Weisheit, aber ebenso einer gewissen Strenge …

… oder einen Greis, entweder müde, gebrechlich, möglicherweise auch desillusioniert oder voller Hoffnung, dass sein Werk Bestand hat. Ich hatte den alten, historischen Buddha als Person im Kopf, die über eine gewisse Abgeklärtheit verfügt. Wie jemand, der sehr genau weiß, was er da alles geschafft hat, eine Gemeinschaft, eine Bewegung. Das hatte er sich so nicht vorgenommen oder ausgesucht. Es ist ihm in gewisser Weise passiert. Und es war viel Arbeit und kostete enorm viel Kraft. Deshalb ist er etwas gebeugt dargestellt, mit nachdenklichem Blick, und sein Gesicht zeigt alle Anzeichen eines langen Lebens voller Anstrengung.

Nun haben wir drei verschiedene Buddha-Abbildungen, und wir sind sehr auf die Reaktionen gespannt.

Die Figuren werden auch im U\W Marktplatz zum Kauf angeboten.


Dieser Artikel erschien in der Ursache\Wirkung №. 122: „Resilienz"

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Konstanze Thomas-Zach freischaffende Bildhauerin in Hildesheim, Niedersachsen.

Thema ihrer freien künstlerischen Arbeit ist die Darstellung des Menschen in Akt und Portrait.

Die traditionelle handwerkliche Holzbildhauerei war ebenso immer ein Schwerpunkt ihrer Tätigkeit, v. a. die Rekonstruktion historischer Bildhauerwerke aus verschiedenen Stilepochen und Kulturen. www.formenwelten.eu

Fotos © Konstanze Thomas-Zach / Hendrik Hortz

Hendrik Hortz

Hendrik Hortz

Frank Hendrik Hortz, Jahrgang ‘65, im Ruhrgebiet geboren und aufgewachsen, Religionswissenschaftler (studierter ev. Theologe und Philosoph), Journalist und Unternehmer. Erste Meditationserfahrungen vor fast 40 Jahren, Buddhist seit etwa 10 Jahren. Herausgeber und Chefredakteur der Ursache\Wirkung.
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